Die Hauptunterscheidung bei den Schriften ist die zwischen Schriften mit und ohne Serifen. Schriften mit Serifen werden auch Antiqua-Schriften, solche ohne Serifen Grotesk-Schriften genannt. Wir haben in Deutschland sogar eine DIN, die die Klassifikation der Antiqua-Schriften beschreibt: die DIN 16518! Die Grotesk hat es nicht zu einer DIN gebracht, wird aber meistens nach Hans Peter Wilberg klassifiziert.
- Gut geeignet für Präsentationen sind alle serifenlosen Schriften mit weiten, runden Schriftzügen (Calibri, Arial, Tahoma, Century Gothic und viele andere).
- Weniger geeignet sind schmale hohe Schriften mit filigranen Auswüchsen, den Serifen (Times New Roman oder Bodoni). Als Serifen werden die Endstriche an den Buchstaben bezeichnet.
Serifenschriften sind auf dem Papier gut lesbar, auf dem Monitor werden die Serifen nicht gut aufgelöst und die Lesbarkeit sinkt rapide.
Beurteilen Sie eine Schrift immer auf dem Medium, auf dem der Text gezeigt werden soll!
Für die Präsentation bedeutet das auch, dass Sie die Präsentation nicht ausschließlich auf dem eigenen Monitor beurteilen sollten, sondern auch die Darstellung mit dem Beamer ansehen sollten.
Vermeiden Sie Schriften, die aus unterschiedlichen Strichstärken, sehr feinen Strichen und feinen Serifen bestehen.
Besonders bei Zahlen sollte man gutes Augenmerk auf die Schrift haben. Wenn sich eine Eins (1) von dem Buchstaben L (l) nicht unterscheiden lässt, ist das unglücklich.
Genauso ungeeignet sind kursivgestellte Schriften, sie neigen zu starken „Treppchenbildung, die bei der Vergrößerung über Beamer oder Overhead unangenehm auffällt. Schlecht sehen übrigens auch Unterstreichungen aus, weil die Unterlängen der Buchstaben g und j beispielsweise durchgestrichen werden.
Ganz sparsam einsetzen müssen Sie alle Schmuckschriften wie Schreibschriften, altertümliche oder stark verzierte Schriften wie zum Beispiel Algerian. Vorsichtig bin ich auch mit modischen Schriften wie Comic, sie sind nicht mehr originell.
29.07.2007